Präzise dosieren ist alles. Wenn du die falsche Spritze wählst, stimmt die Dosis nicht — und wenn die Dosis nicht stimmt, bedeuten die Ergebnisse nichts. Klingt banal, aber die Wahl der richtigen Spritze (Typ, Volumen, Graduierung und Nadelkaliber) macht einen enormen Unterschied bei der Präzision.
Wenn du mit dem TRIPLE-G arbeitest (unser Name für das Retatrutid, nach seinen drei G’s: GLP-1, GIP, Glukagon) oder anderen Peptiden derselben Klasse, erklärt dir diese Anleitung alles: die drei Standardformate der Insulinspritzen, wie du die zu entnehmenden Einheiten berechnest und welches Format du je nach Dosierung wählen solltest.
U-100-Insulinspritzen: Der Standard für Peptide
U-100-Insulinspritzen sind das am häufigsten verwendete Dosierungsinstrument für Peptide. Die Bezeichnung „U-100” bedeutet, dass die Skala auf 100 Einheiten pro Milliliter kalibriert ist — in der Praxis ist es einfach eine Methode, den Milliliter in 100 gleiche Teile zu unterteilen.
Warum Insulinspritzen
Warum gerade Insulinspritzen? Die Vorteile sind praktisch:
- Feine Skala: Die Graduierung in „Einheiten” (100 Einheiten = 1 ml) ermöglicht Entnahmen von 1 Einheit = 0,01 ml = 10 Mikroliter — eine ausgezeichnete Präzision
- Integrierte Nadel: Die Nadel ist fest mit dem Spritzenkörper verbunden, eliminiert den Totraum und reduziert Peptidverluste
- Dünne Nadeln: Von 29G bis 31G, ideal für die subkutane Anwendung mit minimalem Unbehagen
- Einmalgebrauch: Steril und einzeln verpackt, null Kontaminationsrisiko
Die Einheiten-Volumen-Umrechnung
Die Umrechnung ist einfach und gilt für jedes Peptid:
| Einheiten (E) | Volumen (ml) | Volumen (Mikroliter) |
|---|---|---|
| 1 E | 0,01 ml | 10 μl |
| 5 E | 0,05 ml | 50 μl |
| 10 E | 0,10 ml | 100 μl |
| 25 E | 0,25 ml | 250 μl |
| 50 E | 0,50 ml | 500 μl |
| 100 E | 1,00 ml | 1000 μl |
Achtung: Die „Einheiten” auf der Spritze sind ein Volumenmass, kein Mass für die Potenz des Peptids. Die Anzahl der zu entnehmenden Einheiten hängt von der Konzentration deiner rekonstituierten Lösung und der gewünschten Dosis ab.
Die drei Formate im Vergleich
Spritze 0,3 ml (30 Einheiten)
Eigenschaften:
- Maximalvolumen: 0,3 ml (30 Einheiten)
- Typische Graduierung: Schritte von 0,5 Einheiten (halbe Teilstriche) oder 1 Einheit
- Effektive Auflösung: 0,005 ml (5 μl) bei 0,5-E-Schritten
Vorteile:
- Höchste Präzision: Die erweiterte Skala auf kleinem Volumen ermöglicht extrem genaue Ablesungen. Jede Einheit nimmt mehr physischen Raum auf der Skala ein, was den Parallaxenfehler reduziert
- Ideal für Mikrodosen: Wenn das zu entnehmende Volumen unter 10 Einheiten (0,1 ml) liegt, bietet diese Spritze die beste Ablesbarkeit
- Minimaler Abfall: Das nicht entnehmbare Restvolumen (Totraum) ist proportional geringer
Nachteile:
- Begrenztes Volumen: Nicht verwendbar, wenn die Dosis mehr als 30 Einheiten (0,3 ml) erfordert
- Verfügbarkeit: In einigen Märkten weniger verbreitet als die 0,5- und 1,0-ml-Formate
Wann du sie verwenden solltest: Dosierungen bis 0,25 ml, Anfangsphasen der Titration mit niedrigen Dosen — ideal, wenn du mit dem TRIPLE-G startest und mit niedrigen Dosierungen beginnst.
Spritze 0,5 ml (50 Einheiten)
Eigenschaften:
- Maximalvolumen: 0,5 ml (50 Einheiten)
- Typische Graduierung: Schritte von 1 Einheit
- Effektive Auflösung: 0,01 ml (10 μl)
Vorteile:
- Guter Kompromiss: Bietet ausreichende Präzision für die meisten Anwendungen bei ausreichendem Volumenbereich
- Gut ablesbare Skala: Die Graduierung ist ausreichend erweitert für genaue Ablesungen ohne Lupe
- Breite Verfügbarkeit: Leicht erhältliches Format bei den meisten Anbietern
Nachteile:
- Weniger präzise als die 0,3-ml-Spritze für sehr kleine Volumina (<5 Einheiten)
- Nicht ausreichend für Dosierungen über 50 Einheiten
Wann du sie verwenden solltest: Die Standardwahl für die meisten Protokolle mit GLP-1-Peptiden bei normalen Dosierungen. Wenn du unsicher bist, starte mit dieser.
Spritze 1,0 ml (100 Einheiten)
Eigenschaften:
- Maximalvolumen: 1,0 ml (100 Einheiten)
- Typische Graduierung: Schritte von 2 Einheiten
- Effektive Auflösung: 0,02 ml (20 μl)
Vorteile:
- Maximales Volumen: Einzige Option, wenn die Dosis Volumina über 0,5 ml erfordert
- Vielseitigkeit: Kann auch für die Rekonstitution (Zugabe des Lösungsmittels zum Peptidfläschchen) verwendet werden
Nachteile:
- Reduzierte Präzision: Die komprimierte Graduierung erschwert die genaue Ablesung kleiner Volumina. Der Ablesefehler kann ±2 Einheiten betragen, entsprechend ±0,02 ml
- Risiko einer Überdosierung: Bei kleinen Volumina stellt ein Ablesefehler von 2 Einheiten bei einer Zieldosis von 5 Einheiten einen Fehler von 40 % dar
Wann du sie verwenden solltest: Hohe Dosierungen (mehr als 0,5 ml), Peptidrekonstitution oder wenn die 0,5-ml-Spritze nicht ausreicht.
Vergleichstabelle
| Parameter | 0,3 ml (30 E) | 0,5 ml (50 E) | 1,0 ml (100 E) |
|---|---|---|---|
| Maximalvolumen | 0,3 ml | 0,5 ml | 1,0 ml |
| Minimaler Schritt | 0,5–1 E | 1 E | 2 E |
| Relative Präzision | Ausgezeichnet | Gut | Befriedigend |
| Optimaler Bereich | 1–25 E | 5–45 E | 20–100 E |
| Typischer Fehler | ±0,5 E | ±1 E | ±2 E |
| Primäre Verwendung | Mikrodosen | Standard | Hohe Volumina |
Die richtige Spritze wählen
Die goldene Regel ist einfach: Nimm die kleinste Spritze, die das zu entnehmende Volumen fassen kann. Je kleiner die Spritze, desto präziser die Dosierung.
In der Praxis
- Berechne das Volumen basierend auf der Konzentration und der gewünschten Dosis
- Wähle die Spritze, deren Maximalvolumen knapp darüber liegt:
- Volumen bis 0,25 ml — Spritze 0,3 ml
- Volumen 0,25–0,45 ml — Spritze 0,5 ml
- Volumen über 0,45 ml — Spritze 1,0 ml
Beispiel mit dem TRIPLE-G
Für ein Retatrutid-Fläschchen, rekonstituiert auf 5.000 mcg/ml (10 mg in 2 ml bakteriostatischem Wasser):
| Gewünschte Dosis | Zu entnehmendes Volumen | Einheiten | Empfohlene Spritze |
|---|---|---|---|
| 100 mcg | 0,02 ml | 2 E | 0,3 ml |
| 250 mcg | 0,05 ml | 5 E | 0,3 ml |
| 500 mcg | 0,10 ml | 10 E | 0,3 ml |
| 1.000 mcg | 0,20 ml | 20 E | 0,3 ml oder 0,5 ml |
| 2.000 mcg | 0,40 ml | 40 E | 0,5 ml |
| 5.000 mcg | 1,00 ml | 100 E | 1,0 ml |
Berechnung der zu entnehmenden Einheiten
Das ist der kritische Schritt: die gewünschte Dosis in eine Anzahl Einheiten auf der Spritze zu übersetzen.
Die Formel
Zu entnehmende Einheiten = (Gewünschte Dosis in mcg / Konzentration in mcg/ml) × 100
Der Faktor 100 rechnet Milliliter in Einheiten auf der Spritze um (1 ml = 100 Einheiten).
Detaillierte Beispiele
Beispiel 1: TRIPLE-G 10 mg rekonstituiert in 2 ml, gewünschte Dosis 500 mcg
- Konzentration = 10.000 mcg / 2 ml = 5.000 mcg/ml
- Volumen = 500 / 5.000 = 0,1 ml
- Einheiten = 0,1 × 100 = 10 Einheiten
Beispiel 2: Semaglutid 5 mg rekonstituiert in 2,5 ml, gewünschte Dosis 250 mcg
- Konzentration = 5.000 mcg / 2,5 ml = 2.000 mcg/ml
- Volumen = 250 / 2.000 = 0,125 ml
- Einheiten = 0,125 × 100 = 12,5 Einheiten
Beispiel 3: Tirzepatid 10 mg rekonstituiert in 1 ml, gewünschte Dosis 2.500 mcg
- Konzentration = 10.000 mcg / 1 ml = 10.000 mcg/ml
- Volumen = 2.500 / 10.000 = 0,25 ml
- Einheiten = 0,25 × 100 = 25 Einheiten
Wenn du keine Rechenfehler riskieren möchtest, findest du auf aurapep.eu einen kostenlosen Dosierungsrechner, der die ganze Arbeit für dich erledigt: Gib die Konzentration und die gewünschte Dosis ein und du erfährst genau, wie viele Einheiten du entnehmen musst.
Nadelkaliber (Gauge)
Das Nadelkaliber (Gauge, G) gibt den Durchmesser an. Achtung: Das System ist umgekehrt — eine höhere Zahl bedeutet eine dünnere Nadel.
Verfügbare Kaliber für Insulinspritzen
| Kaliber | Aussendurchmesser | Empfindung | Anwendung |
|---|---|---|---|
| 28G | 0,362 mm | Mässig | Weniger üblich für Insulin |
| 29G | 0,337 mm | Gering | Standard, guter Kompromiss |
| 30G | 0,311 mm | Minimal | Häufig, bevorzugt für Komfort |
| 31G | 0,260 mm | Kaum spürbar | Maximaler Komfort, langsamer |
| 32G | 0,235 mm | Nicht spürbar | Ultrafein, selten |
Welches Kaliber wählen
- 29G: Der Standard. Gutes Gleichgewicht zwischen Entnahmegeschwindigkeit und Komfort bei der Anwendung
- 30G: Etwas dünner, reduziert das Unbehagen ohne die Entnahmegeschwindigkeit wesentlich zu verlangsamen. Sehr verbreitet für Peptide
- 31G: Das dünnste allgemein verfügbare Kaliber. Maximaler Komfort, aber erfordert etwas mehr Druck und Zeit. Ideal für kleine Volumina (<0,3 ml)
Nadellänge
Insulinspritzen sind mit verschiedenen Nadellängen erhältlich:
| Länge | Typische Verwendung |
|---|---|
| 6 mm (15/64”) | Oberflächliche subkutane Anwendung |
| 8 mm (5/16”) | Standard für subkutane Anwendung |
| 12,7 mm (1/2”) | Tiefe subkutane Anwendung, Personen mit mehr Unterhautfettgewebe |
Für die subkutane Anwendung von Peptiden ist die Standardlänge von 8 mm in den meisten Fällen ausreichend.
Anwendungsstellen
Peptide wie der TRIPLE-G und andere GLP-1-Agonisten werden subkutan (SC) angewendet — die Verbindung wird im Fettgewebe unter der Haut deponiert, von wo sie allmählich aufgenommen wird.
Subkutane Anwendung (SC)
Die am häufigsten verwendeten Stellen:
- Bauch: Der Bereich um den Nabel (mit einem Abstand von 5 cm vom Nabel). Bietet gleichmässige Aufnahme und ausreichend Unterhautgewebe. Ist die häufigste Stelle in klinischen Studien mit GLP-1-Agonisten
- Oberschenkel: Seitlich-vorderer Teil des mittleren Drittels. Etwas langsamere Aufnahme als am Bauch
- Oberarm: Seitlich-hinterer Teil des mittleren Drittels. Weniger praktisch für die Selbstanwendung
Rotation der Stellen
Systematisches Rotieren der Anwendungsstelle ist wichtig, um zu vermeiden:
- Lipodystrophie: Veränderung des Fettgewebes durch wiederholte Anwendungen an derselben Stelle
- Unregelmässige Aufnahme: Verändertes Gewebe kann die Geschwindigkeit beeinflussen, mit der das Peptid aufgenommen wird
Praktische Strategie: Teile den Bauchbereich in Quadranten auf und rotiere bei jeder Anwendung zwischen ihnen, mit mindestens 2–3 cm Abstand zum vorherigen Punkt.
Intramuskuläre Anwendung (IM)
Die intramuskuläre Anwendung ist nicht der Standard für GLP-1-Peptide, die für die subkutane Anwendung konzipiert sind. Die IM-Route ergibt eine schnellere Aufnahme, aber mit anderer Bioverfügbarkeit, und wird nicht empfohlen, ausser bei spezifischen Indikationen.
Falls nötig, erfordert sie längere Nadeln (25 mm) und breitere Kaliber (23G–25G) im Vergleich zu den Standard-Insulinspritzen.
Technik der Entnahme und Anwendung
Entnahme aus dem rekonstituierten Fläschchen
- Desinfiziere den Stopfen des Fläschchens mit einem Alkoholtupfer
- Ziehe Luft in die Spritze, gleich dem zu entnehmenden Volumen (z. B. 10 Einheiten Luft für 10 Einheiten Peptid)
- Stecke die Nadel in den Stopfen und drücke die Luft ins Fläschchen. Das gleicht den Druck aus und erleichtert die Entnahme
- Drehe das Fläschchen um mit der eingesteckten Spritze, stelle sicher, dass die Nadel in der Lösung ist
- Ziehe den Kolben langsam bis zum gewünschten Volumen
- Prüfe auf Luftblasen: Falls vorhanden, klopfe am Spritzenkörper, um sie zur Nadel aufsteigen zu lassen, und drücke sie heraus
- Überprüfe das Endvolumen: Die untere Kante der Kolbendichtung (nicht die obere) muss auf der richtigen Markierung stehen
- Entferne die Spritze aus dem Fläschchen
Subkutane Anwendung
- Desinfiziere die Stelle mit einem Alkoholtupfer und lass sie trocknen
- Greife die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger, um das Unterhautgewebe anzuheben
- Führe die Nadel ein in einem Winkel von 45–90° (90° mit 6–8-mm-Nadel; 45° mit längerer Nadel bei schlanken Personen)
- Drücke den Kolben langsam mit gleichmässigem Druck. Bei Volumina über 0,3 ml nimm dir 5–10 Sekunden
- Warte 5–10 Sekunden bevor du die Nadel entfernst, damit sich das Peptid im Gewebe verteilen kann
- Entferne die Nadel mit einer schnellen Bewegung und tupfe ab, ohne zu reiben
- Entsorge die Spritze im dafür vorgesehenen Behälter für scharfe Gegenstände
Häufige Dosierungsfehler
1. Vom falschen Ende des Kolbens ablesen
Die Kolbendichtung hat eine Kuppelform. Das korrekte Volumen liest du an der unteren Kante (näher an der Nadel) ab, nicht an der oberen. Klingt nach einer Kleinigkeit, kann aber einen Fehler von 1–2 Einheiten verursachen.
2. Luftblasen nicht entfernen
Luftblasen nehmen Volumen ein, ohne Peptid zu enthalten — Ergebnis: Unterdosierung. Eine Blase von 2 Einheiten bei einer 10-Einheiten-Entnahme ist ein Fehler von 20 %.
3. Eine zu grosse Spritze verwenden
5 Einheiten mit einer 1,0-ml-Spritze entnehmen macht eine genaue Ablesung nahezu unmöglich. Die Skala ist zu komprimiert und der Ablesefehler wird enorm.
4. Keine Luft ins Fläschchen vor der Entnahme
Ohne Druckausgleich erzeugt die Entnahme ein Vakuum im Fläschchen, das alles schwierig und ungenau macht. Gib immer ein Luftvolumen gleich dem gewünschten Entnahmevolumen hinein.
5. Spritzen wiederverwenden
Insulinspritzen sind Einwegprodukte. Wiederverwendung bedeutet:
- Stumpfe Nadel: Wird mit jedem Gebrauch weniger scharf, erhöht das Unbehagen
- Kontamination: Bakterien können im Peptidrückstand proliferieren
- Veränderte Dosierung: Der Rückstand verfälscht die nächste Entnahme
Aufbewahrung und Handhabung der Spritzen
- An einem trockenen Ort bei Raumtemperatur aufbewahren, in der Originalverpackung
- Verfallsdatum prüfen: Sterile Spritzen halten 3–5 Jahre
- Nicht öffnen bis zum Gebrauch
- Korrekt entsorgen in Behältern für scharfe Gegenstände — nie in den normalen Abfall
Zusammenfassung der Empfehlungen
| Situation | Empfohlene Spritze | Kaliber |
|---|---|---|
| Dosis bis 0,25 ml (25 E) | 0,3 ml (30 E) | 30G oder 31G |
| Dosis 0,25–0,45 ml | 0,5 ml (50 E) | 29G oder 30G |
| Dosis über 0,45 ml | 1,0 ml (100 E) | 29G |
| Rekonstitution | 1,0 ml (100 E) oder 3-ml-Spritze | 25G–29G |
| Maximale Präzision (<5 E) | 0,3 ml mit 0,5-E-Schritten | 31G |
Die richtige Spritze zu wählen scheint ein Detail zu sein, macht aber einen konkreten Unterschied bei der Dosierungspräzision. Die Regel bleibt immer dieselbe: Nimm die kleinste Spritze, die das benötigte Volumen fassen kann. Beim dreifachen Agonisten und anderen GLP-1-Peptiden, wo Präzision grundlegend ist, bringt dir diese kleine Sorgfalt deutlich zuverlässigere Ergebnisse.
Referenzen
- Frid AH, et al. “New Insulin Delivery Recommendations.” Mayo Clin Proc. 2016;91(9):1231-1255.
- Spollett GR. “Improved injection technique: an important aspect of quality patient care.” Diabetes Educ. 2012;38(6):27-33.
- Ginsberg BH. “Factors Affecting Blood Glucose Monitoring: Sources of Errors in Measurement.” J Diabetes Sci Technol. 2009;3(4):903-913.
- Berard L, et al. “Forum for Injection Technique (FIT): recommendations for best practice in injection technique.” Diabetes. 2015;64(Suppl 1):A253.
- American Diabetes Association. “Insulin Administration Guidelines.” Diabetes Care. 2023;46(Suppl 1):S215-S230.
Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschliesslich Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Konsultiere stets einen qualifizierten Gesundheitsexperten für alle gesundheitsbezogenen Entscheidungen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Spritzengrösse ist für Peptide am besten geeignet?
Die goldene Regel lautet: Nimm die kleinste Spritze, die das zu entnehmende Volumen fassen kann. Für Dosen bis 0,25 ml die 0,3-ml-Spritze, für 0,25–0,45 ml die 0,5-ml-Spritze, und für über 0,45 ml die 1,0-ml-Spritze. So erzielst du die bestmögliche Dosierungspräzision.
Was bedeutet das Nadelkaliber (Gauge) bei Insulinspritzen?
Das Gauge-System ist umgekehrt: Eine höhere Zahl bedeutet eine dünnere Nadel. 29G ist der Standard mit gutem Kompromiss zwischen Entnahmegeschwindigkeit und Komfort. 30G bietet etwas mehr Komfort, und 31G ist das dünnste allgemein verfügbare Kaliber mit kaum spürbarem Einstich.
Wie berechnet man die zu entnehmenden Einheiten auf der Insulinspritze?
Die Formel lautet: Zu entnehmende Einheiten = (gewünschte Dosis in mcg / Konzentration in mcg/ml) × 100. Der Faktor 100 rechnet Milliliter in Insulineinheiten um, da 1 ml = 100 Einheiten. Einen kostenlosen Dosierungsrechner findest du online.
Warum sollte man Insulinspritzen nicht wiederverwenden?
Insulinspritzen sind Einwegprodukte. Wiederverwendung führt zu stumpfen Nadeln mit erhöhtem Unbehagen, Kontaminationsrisiko durch Bakterienwachstum im Peptidrückstand und verfälschter Dosierung. Jede Entnahme sollte mit einer neuen, steril verpackten Spritze erfolgen.
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