Analysezertifikat (COA) für Peptide richtig lesen und bewerten

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Redazione GLP-1 Journal
· · 11 Min. Lesezeit
Analysezertifikat mit HPLC-Chromatogramm und Lupe

Wenn du ein Peptid bestellst — ob den TRIPLE-G (unser Name für das Retatrutid, nach seinen drei G’s: GLP-1, GIP, Glukagon) oder jede andere Verbindung — solltest du zusammen mit dem Fläschchen ein Dokument namens Analysezertifikat (COA) erhalten. Es ist der „Ausweis” deines Peptids: Es sagt dir, was drin ist, wie rein es ist und ob es wirklich das ist, was du bestellt hast.

Ein COA lesen zu können ist grundlegend. Ein unvollständiges, zweideutiges oder fehlendes Zertifikat ist eines der ersten Warnsignale, dass etwas nicht stimmt. In diesem Artikel erklären wir dir, worauf du achten solltest, was die Zahlen bedeuten und wie du ein zuverlässiges COA von einem erkennst, vor dem du davonlaufen solltest.

Was ist ein Analysezertifikat?

Ein COA ist ein Dokument, das vom Hersteller oder einem unabhängigen Labor ausgestellt wird und die Ergebnisse der Analysen an deinem spezifischen Produktionslot dokumentiert. Konkret sagt es dir:

  • Identität: Ist es wirklich das deklarierte Molekül?
  • Reinheit: Welcher Prozentsatz der Probe ist das gewünschte Peptid?
  • Kontaminanten: Gibt es Endotoxine, Schwermetalle oder Restlösungsmittel?
  • Physikalische Eigenschaften: Aussehen, Löslichkeit, pH

Wichtiger Punkt: Das COA ist an eine bestimmte Chargennummer (Batch Number) gebunden. Jede Charge hat ihr eigenes Zertifikat, weil die Eigenschaften — auch wenn nur geringfügig — von Produktion zu Produktion variieren können.

Abschnitte eines vollständigen COA

Ein gutes Analysezertifikat enthält verschiedene Abschnitte. Gehen wir sie einzeln durch.

1. Produktidentifikation

Der erste Abschnitt enthält die Identifikationsdaten der Verbindung:

FeldBeispielBedeutung
ProduktnameRetatrutid (LY3437943)Chemischer oder Handelsname
CAS-Nummer2381089-83-2Internationaler eindeutiger Identifikator
SummenformelC₂₁₈H₃₃₉N₆₁O₆₅SAtomare Zusammensetzung
Molekulargewicht4963,5 DaMolekülmasse
SequenzH-His-Aib-Gln-Gly-Thr-…Aminosäuresequenz
ChargennummerXXXXX-YYYYIdentifikator der spezifischen Charge
HerstellungsdatumTT/MM/JJJJSynthesezeitpunkt
AnalysedatumTT/MM/JJJJZeitpunkt der Analyse

Was du prüfen solltest: Die CAS-Nummer muss exakt mit dem bestellten Peptid übereinstimmen. Für den TRIPLE-G (Retatrutid) lautet die CAS-Nummer 2381089-83-2. Eine falsche oder fehlende CAS-Nummer ist ein ernstes Warnsignal.

2. HPLC-Reinheit

Die HPLC (High-Performance Liquid Chromatography — Hochleistungsflüssigkeitschromatographie) ist der wichtigste Test zur Bestimmung der Reinheit eines Peptids.

Wie es funktioniert (einfach erklärt)

Stell dir vor, du giesst eine Mischung in ein Rohr voller Filtermaterial. Die verschiedenen Moleküle durchlaufen das Rohr mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und trennen sich. Das Peptid, das dich interessiert, kommt zu einem bestimmten Zeitpunkt heraus und erzeugt einen „Peak” auf dem Graphen (Chromatogramm). Die Verunreinigungen kommen zu anderen Zeitpunkten heraus und erzeugen separate Peaks.

Die Reinheit wird so berechnet: Wie gross ist der Peak deines Peptids im Vergleich zu allen anderen Peaks zusammen:

Reinheit (%) = (Fläche Zielpeak / Gesamtfläche aller Peaks) × 100

Reinheitsstandards

GradHPLC-ReinheitTypische Anwendungen
Crude<75 %Nur für initiales Screening
Research Grademehr als 95 %Vorläufige Studien, Binding Assays
Pharmaceutical Grademehr als 98 %In-vivo-Studien, quantitative Assays
Premium/Ultra-reinmehr als 99 %Klinische Studien, kritische Anwendungen

Für GLP-1-Peptide wie den TRIPLE-G suche nach einer Reinheit von mindestens 98 %. 99 % oder mehr ist ideal, weil es die Verunreinigungen reduziert, die mit der Dosierung und den Ergebnissen interferieren können.

Was du im Chromatogramm lesen solltest

Wenn das COA das Chromatogramm enthält (den eigentlichen Graphen), achte auf:

  • Der Hauptpeak muss hoch, schmal und symmetrisch sein: Das zeigt, dass die Probe homogen ist und die Analyse korrekt durchgeführt wurde
  • Wenige und kleine Nebenpeaks: Zusätzliche Peaks zeigen Verunreinigungen an. Je kleiner sie im Vergleich zum Hauptpeak sind, desto besser
  • Flache Basislinie: Eine wellige oder verrauschte Basislinie deutet auf Probleme bei der Analyse hin
  • Angegebene Bedingungen: C18-Säule, mobile Phase mit Acetonitril/Wasser und TFA, Detektion bei 220 nm oder 214 nm sind Standard

3. Massenspektrometrie

Die Massenspektrometrie (MS) ist der Test, der die Identität des Moleküls bestätigt: Im Grunde „wiegt” sie es mit extremer Präzision, um zu überprüfen, dass es genau das deklarierte Peptid ist.

MS-Analysetypen

  • MALDI-TOF (Matrix-Assisted Laser Desorption/Ionization - Time of Flight): Schnelle und robuste Technik, ideal für Peptide und Proteine. Liefert das Molekulargewicht mit typischer Genauigkeit von ±0,01–0,1 %
  • ESI-MS (Electrospray Ionization): Erzeugt Multiladungsionen, besonders nützlich für grosse Moleküle. Häufig mit HPLC gekoppelt (LC-MS) für kombinierte Reinheits-Identitätsanalyse
  • HR-MS (High Resolution MS): Liefert das Molekulargewicht mit einer Genauigkeit von ±1–5 ppm, ausreichend zur Bestätigung der exakten Summenformel

Interpretation

Das Schlüsselergebnis ist einfach: Das gemessene Molekulargewicht muss dem theoretischen entsprechen:

  • Übereinstimmung (innerhalb von ±0,1 %): Die Identität des Peptids ist bestätigt
  • Signifikante Abweichung kann bedeuten:
    • Falsche Sequenz (eine Aminosäure fehlt oder wurde hinzugefügt)
    • Unerwartete chemische Modifikationen
    • Degradation der Probe

Beispiel für den TRIPLE-G: Das theoretische Molekulargewicht von Retatrutid beträgt 4963,5 Da. Ein gemessener Wert von 4963,3–4963,7 bestätigt die Identität. Ein Wert von 4835 Da deutet auf den Verlust einer Aminosäure hin — und das ist nicht das Peptid, das du wolltest.

4. Endotoxintest

Endotoxine sind Fragmente der Membran bestimmter Bakterien. Selbst in minimalen Mengen können sie intensive Entzündungsreaktionen auslösen — ein ernstes Problem sowohl für die Forschung als auch für Anwender.

LAL-Test (Limulus Amebocyte Lysate)

Der LAL-Test ist die Standardmethode zum Nachweis von Endotoxinen. Er verwendet das Blut eines marinen Arthropoden (des Pfeilschwanzkrebses), das in Gegenwart von Endotoxinen gerinnt — ein unglaublich empfindliches natürliches Nachweissystem.

Das Ergebnis wird in EU/mg (Endotoxin Units pro Milligramm Peptid) ausgedrückt:

NiveauWertEignung
Ultra-niedrig<0,1 EU/mgIn-vivo-Studien, primäre Zellkulturen
Niedrig<1,0 EU/mgStandard-Zellkulturen
Akzeptabel<5,0 EU/mgBiochemische In-vitro-Studien
Nicht akzeptabelmehr als 5,0 EU/mgMögliche bakterielle Kontamination

Grundsätzlich suche nach einem Endotoxingehalt von weniger als 1,0 EU/mg. Das ist der Wert, der maximale Sicherheit garantiert und die Gewissheit, dass eventuelle Körperreaktionen auf das Peptid und nicht auf Kontaminanten zurückzuführen sind.

5. Aussehen und Löslichkeit

Dieser Abschnitt beschreibt, wie das Peptid aussieht:

  • Aussehen: Sollte „weisses lyophilisiertes Pulver” oder „weisses amorphes Pulver” sein. Wenn du „gelblich” oder „bräunlich” liest, ist das ein schlechtes Zeichen
  • Löslichkeit: Sagt dir, worin es sich löst. Für GLP-1-Peptide wie den dreifachen Agonisten: „Löslich in Wasser” ist das, was du sehen willst
  • pH der rekonstituierten Lösung: Relevant für die Stabilität nach der Rekonstitution

6. Nettopeptidgehalt

Dieser Parameter wird oft übersehen, ist aber sehr wichtig. Der Nettopeptidgehalt sagt dir, welcher Prozentsatz des Gewichts im Fläschchen tatsächlich Peptid ist. Der Rest ist:

  • Gegenionen (typischerweise TFA oder Acetat — Rückstände der Synthese)
  • Restfeuchtigkeit
  • Salze

In der Praxis: Ein Fläschchen mit der Aufschrift „10 mg” könnte nur 7–8,5 mg echtes Peptid enthalten, der Rest ist „Beiwerk”. Der typische Nettogehalt liegt bei 60–85 %.

Warum ist das wichtig? Weil es die Konzentrationsberechnung nach der Rekonstitution beeinflusst. Bei einem Nettogehalt von 80 % enthält dein 10-mg-Fläschchen tatsächlich 8 mg aktives Peptid.

Drittpartei-Tests vs. interne Tests

Das ist vielleicht der wichtigste Punkt des ganzen Artikels: Wer hat die Analysen durchgeführt?

Interne Tests (In-house)

Analysen, die vom Hersteller selbst durchgeführt werden. Vorteile: Schnelligkeit, Produktkenntnis. Nachteil: Offensichtlicher Interessenkonflikt. Wer das Peptid verkauft, hat einen Anreiz, die Ergebnisse besser aussehen zu lassen als sie sind.

Drittpartei-Tests (Third-party)

Analysen, die von einem unabhängigen Labor ohne geschäftliche Beziehung zum Hersteller durchgeführt werden. Das ist der Goldstandard der Qualität, weil er den Interessenkonflikt eliminiert.

Anerkannte Labore in Europa für die Peptidanalyse umfassen:

  • Janoshik Analytical (Tschechische Republik): Spezialisiert auf Peptide und Forschungsverbindungen, sehr respektiert in der Gemeinschaft
  • ISO-17025-akkreditierte Labore für chemische Analysen

Um dir einen Eindruck zu verschaffen, wie ein vollständiges COA aussehen sollte — mit HPLC, Massenspektrometrie und Endotoxintests, alles von einem unabhängigen Labor verifiziert — findest du auf aurapep.eu echte Beispiele, die du kostenlos einsehen kannst.

Wie du die Authentizität prüfst

Bei einem Drittpartei-COA prüfe:

  • Name und Logo des Analyselabors
  • Eine eindeutige Berichtsnummer (die du verifizieren kannst)
  • Das Analysedatum
  • Unterschrift oder Stempel des verantwortlichen Analysten
  • Die Möglichkeit, das Labor direkt zur Bestätigung zu kontaktieren

Warnsignale (Red Flags)

Ein falsches COA erkennen zu können ist vielleicht die wichtigste Kompetenz, die du entwickeln kannst. Hier die häufigsten Warnsignale:

Fehlendes COA

Das schwerwiegendste Signal überhaupt. Kein seriöser Anbieter versendet Peptide ohne Analysezertifikat. Wenn kein COA da ist, gibt es nichts zu diskutieren: Wechsle den Anbieter.

Generisches COA (nicht chargenspezifisch)

Ein COA ohne Chargennummer oder mit identischen Daten für alle Chargen ist wahrscheinlich ein Copy-Paste. Jede Charge hat ihre eigenen Merkmale — wenn die Zahlen immer dieselben sind, ist das Dokument falsch.

Deklarierte Reinheit ohne Chromatogramm

Ein deklarierter Reinheitswert (z. B. „99 %”) ohne den angehängten Graphen ist nicht überprüfbar. Das Chromatogramm ist der Beweis der Analyse: Ohne es ist die Zahl nur eine unbelegte Behauptung.

Nicht berichtetes oder inkonsistentes Molekulargewicht

Wenn die Massenspektrometrie fehlt oder das Molekulargewicht nicht mit dem theoretischen Wert übereinstimmt, hast du keine Bestätigung, dass die Verbindung wirklich das ist, was deklariert wurde.

Ausschliesslich interne Tests

Ein Anbieter, der niemals unabhängige Analysen anbietet, könnte gute Gründe haben, sie zu vermeiden. Die zuverlässigsten Hersteller bieten COAs mit Drittpartei-Verifizierung als Standard oder auf Anfrage an.

Unvollständige Daten

Ein COA, das nur die HPLC-Reinheit ohne MS, ohne Endotoxintests und ohne Informationen zum Nettopeptidgehalt berichtet, bietet ein unzureichendes Bild der Produktqualität.

Inkonsistente Formatierung

Ein COA mit Tippfehlern, schlechter Formatierung, unscharfen Logos oder widersprüchlichen Informationen riecht nach Fälschung. Seriöse Labore produzieren professionelle Dokumente.

Wie du ein COA anforderst und verwendest

Vor der Bestellung

  1. Prüfe, ob der Anbieter ein COA anbietet für jede Charge. Es sollte klar auf der Website angegeben sein.
  2. Fordere ein Beispiel-COA an, um Vollständigkeit und Professionalität vor dem Kauf zu bewerten.
  3. Prüfe, ob die Analysen unabhängig oder intern durchgeführt werden. Bevorzuge immer die Drittpartei-Verifizierung.

Wenn du das Peptid erhältst

  1. Prüfe die Übereinstimmung zwischen der Chargennummer auf dem Fläschchen und der auf dem COA.
  2. Kontrolliere die HPLC-Reinheit: Mindestens 98 %, mindestens 99 % für maximale Zuverlässigkeit.
  3. Überprüfe das Molekulargewicht via MS: Muss innerhalb von ±0,1 % des theoretischen Wertes liegen.
  4. Kontrolliere die Endotoxine: Weniger als 1,0 EU/mg ist der Wert, den du suchst.
  5. Bewahre das COA auf: Du wirst es als Referenz brauchen.

Wenn etwas nicht stimmt

Wenn du anomale Ergebnisse bemerkst, wird das COA dein erstes Diagnoseinstrument. Ein Peptid mit 95 % Reinheit enthält 5 % „Anderes” — und dieses „Andere” könnte biologisch aktiv sein und die Dosierung stören.

Fortgeschrittene Interpretation: Über die Zahlen hinaus

Verunreinigungsprofil

Wer tiefer gehen möchte: Das HPLC-Chromatogramm enthält Informationen, die über den einfachen Reinheitsprozentsatz hinausgehen. Das Verunreinigungsprofil kann offenbaren:

  • Verkürzte Peptide (Deletion Sequences): Stammen aus Fehlern in der Festphasensynthese. Erscheinen als mehrere Peaks bei kürzeren Retentionszeiten als der Hauptpeak
  • Falsche Sequenzen: Aminosäuresubstitutionen, die Peptide mit ähnlicher Retentionszeit aber unterschiedlicher biologischer Aktivität erzeugen
  • Oxidationsprodukte: Eluieren typischerweise kurz vor dem Hauptpeak
  • Dimere und Aggregate: Eluieren bei längeren Retentionszeiten als der Hauptpeak

Chargenstabilität

Durch den Vergleich von COAs verschiedener Chargen desselben Produkts kannst du die Produktionskonsistenz des Anbieters bewerten. Minimale Schwankungen zwischen Chargen (Reinheit 99,5 % vs. 99,7 %) sind normal und erwartbar. Grosse Schwankungen (95 % in einer Charge, 99 % in einer anderen) können auf eine uneinheitliche Qualitätskontrolle hinweisen.

Restlösungsmittelgehalt

Bei Peptiden aus Festphasensynthese (SPPS) können Spuren organischer Lösungsmittel aus Synthese und Reinigung verbleiben:

  • DMF (Dimethylformamid): ICH-Limit <880 ppm
  • TFA (Trifluoressigsäure): Typischerweise als Gegenion vorhanden, nicht als Restlösungsmittel
  • Acetonitril: Verwendet in der präparativen HPLC; ICH-Limit <410 ppm
  • DCM (Dichlormethan): ICH-Limit <600 ppm

Ein vollständiges COA sollte die Restlösungsmittelgehalte berichten oder bestätigen, dass sie innerhalb akzeptabler Grenzwerte liegen.

Fazit

Das Analysezertifikat ist keine Bürokratie — es ist deine einzige objektive Garantie für die Qualität dessen, was du verwenden wirst. Zu lernen, es zu lesen, COAs verschiedener Anbieter zu vergleichen und die Warnsignale zu erkennen, ist eine Kompetenz, die sowohl deine Gesundheit als auch dein Budget schützt.

Goldene Regel: Wenn ein Anbieter nicht in der Lage oder nicht bereit ist, ein vollständiges COA (HPLC + Massenspektrometrie + Endotoxine) bereitzustellen, wechsle den Anbieter. Analytische Transparenz ist die nicht verhandelbare Mindestanforderung.

Referenzen

  • ICH Q6B. “Specifications: Test Procedures and Acceptance Criteria for Biotechnological/Biological Products.” International Council for Harmonisation, 1999.
  • European Pharmacopoeia 11.0. “Peptides produced by chemical synthesis.” Monograph 2034, 2023.
  • United States Pharmacopeia (USP). “<1058> Analytical Instrument Qualification.” USP, 2023.
  • Verbeke R, et al. “Quality control of peptides used in pharmaceutical development.” J Pharm Biomed Anal. 2019;166:189-199.
  • Janoshik Analytical. “Peptide Testing Protocol — HPLC, MS, Endotoxin.” Technical Documentation, 2024.
  • FDA. “Guidance for Industry: ANDAs for Certain Highly Purified Synthetic Peptide Drug Products That Refer to Listed Drugs of rDNA Origin.” 2021.

Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschliesslich Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Konsultiere stets einen qualifizierten Gesundheitsexperten für alle gesundheitsbezogenen Entscheidungen.

Häufig gestellte Fragen

Was muss ein vollständiges Analysezertifikat (COA) für Peptide enthalten?

Ein vollständiges COA muss mindestens enthalten: HPLC-Reinheit mit Chromatogramm, Massenspektrometrie zur Identitätsbestätigung, Endotoxintest (LAL), Chargennummer, Herstellungs- und Analysedatum sowie Angaben zum Nettopeptidgehalt.

Wie erkennt man ein gefälschtes oder unzuverlässiges COA?

Wichtige Warnsignale sind: fehlende Chargennummer, Reinheitszahl ohne Chromatogramm, fehlendes Molekulargewicht via Massenspektrometrie, identische Daten für verschiedene Chargen, schlechte Formatierung oder inkonsistente Informationen. Ein zuverlässiger Lieferant stellt immer ein vollständiges COA bereit.

Warum sind unabhängige Drittpartei-Tests besser als interne Analysen?

Der Hersteller hat einen wirtschaftlichen Anreiz, Ergebnisse bestmöglich darzustellen. Unabhängige Labore wie Janoshik Analytical eliminieren diesen Interessenkonflikt und liefern unparteiische, verifizierbare Ergebnisse. Ein Anbieter, der freiwillig Drittpartei-Tests durchführt, demonstriert Vertrauen in seine Qualität.

Was ist der Nettopeptidgehalt und warum ist er wichtig?

Der Nettopeptidgehalt gibt an, welcher Prozentsatz des Gewichts im Fläschchen tatsächlich Peptid ist. Typisch liegt er bei 60–85 %, der Rest sind Gegenionen, Restfeuchtigkeit und Salze. Er beeinflusst direkt die Konzentrationsberechnung nach der Rekonstitution.

Welcher Endotoxingehalt ist bei Forschungspeptiden akzeptabel?

Für maximale Sicherheit sollte der Endotoxingehalt unter 1,0 EU/mg liegen. Für In-vivo-Studien und primäre Zellkulturen ist ein Wert unter 0,1 EU/mg ideal. Werte über 5,0 EU/mg deuten auf mögliche bakterielle Kontamination hin und das Peptid sollte nicht verwendet werden.

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